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Nikolaus mal anders – Außergewöhnlich, abwechslungsreich und bereichernd - so lässt sich der diesjährige Nikolaustag in der Wärmestube beschreiben, an dem ein ganz besonderes Turnier Raum für Begegnung und Austausch zwischen wohnungslosen und nicht-wohnungslosen Menschen in Würzburg schaffte.

Mit fünf Tischen und 20 Spielern startete am vergangenen Samstag unter der Schirmherrschaft von Sozialreferentin Dr. Hülya Düber  das 1. Nikolaus-Schafkopf-Turnier in den Räumen der Wärmestube in der Rüdigerstraße 2. Damit gelang dem Förderverein Wärmestube e. V. ein „erfolgreicher Auftakt in eine hoffentlich künftige Tradition für die Institution und ihren Besuchern“, wie 1. Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter Paul Lehrieder in seinen Begrüßungsworten erwähnte. Eine bunt gemischte Runde aus Gästen und Ehrenamtlichen der Wärmestube sowie externen Teilnehmern kam zu diesem besonderen Tag zusammen. Unter ihnen auch Werner Schühler, Leiter der Straffälligenhilfe oder Prälat Karl Rost, der in seiner aktiven Zeit maßgeblich an dem Aufbau der Wärmestube beteiligt war. „Es ist schön zu sehen, wie man über das Spiel mit den Menschen in Kontakt treten kann“, so Prälat Rost mit einem Lächeln im Gesicht. „Man kommt zusammen, erzählt sich Geschichten – es ist eine ganz wunderbare Sache.“

Über zwei Runden zu je 20 Spielen karteten die Teilnehmer hoch konzentriert um die vordersten Plätze. Damit die Kräfte anhalten, hat der Förderverein zwischen den beiden Runden für eine deftige Gulaschkanone aus dem Hause Schömig gesorgt. Bernhard Christof als 2. Vorsitzender des Vereins ließ es sich natürlich nicht nehmen, ganz persönlich das Kommando des Ausschanks zu übernehmen und lieber einen Löffel mehr als zu wenig auf den Teller zu geben. „So ein Turnier könnte ruhig öfter stattfinden“, freut sich ein Gast der Wärmestube, zufrieden über das warme Essen. Und zu aller Überraschung bringen engagierte Mitbürger der Stadt obendrein noch selbstgebackenen Kuchen vorbei.

Am Ende eines ereignisreichen Tages stehen dann sogar vier statt den erwarteten drei Siegern auf dem umkämpften Podest: Platz 1 und 3 erreichten die Besucher Dyoroff und Toni, die sich mit ihrer langjährigen Erfahrung gekonnt an die Spitze spielten. Der 2. Platz ging an Jérôme, der seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Wärmestube absolviert. Dieser übergibt seinen Preis in einem emotionalen Moment an den Viertplatzierten und schwingt sich so kurzer Hand zum Sieger der Herzen auf. So landeten die mit freundlicher Unterstützung der GALERIA Kaufhof GmbH zur Verfügung gestellten Wertgutscheine schließlich allesamt in den Händen der Gäste der Wärmestube.

„Es war ein ganz besonderer Tag für die Wärmestube!“, resümiert Christian Urban, Leiter der Wärmestube, die vergangenen Stunden während der Siegerehrung. „Durch eure Teilnahme und Mithilfe habt ihr alle dazu beigetragen, dass er uns in Erinnerung bleiben wird.“
Nach diesem Fazit bleibt abschließend nur noch zu sagen: Bis zum nächsten Jahr – denn das nächste Turnier kommt ganz bestimmt.

 

Adrian Jiménez

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